Agricola: die Schulgarten-Initiative
Die drei Schulen in Kirinda bauen in einem gemeinsamen Modell-Schulgarten Obst und Gemüse an – für eine gesündere Ernährung in der Schulkantine.
Seit April 2010 beteiligt sich Junge Menschen für Afrika an der „Schoolgarden Initiative“. Unter fachlicher Anleitung der Rwanda School Garden Initiative (RSGI), einer Nichtregierungsorganisation aus Kigali, haben die drei Schulen in Kirinda – IPK, ESI und die Grundschule – einen gemeinsamen Modell-Schulgarten angelegt.
Warum ein Schulgarten?
Viele Schülerinnen und Schüler in Ruanda sind mangelernährt. Die Ernte aus dem Schulgarten kommt in die Schulkantine und macht das Essen gesünder und abwechslungsreicher. Das Einkommen aus der Ernte fließt zurück in den Garten. Dabei lernen die Kinder und Jugendlichen, wie wichtig frische, lokal erzeugte Lebensmittel sind und wie sie Obst und Gemüse auch zu Hause selbst anbauen können.
So funktioniert es
Los ging es mit einem großen Umuganda-Tag (Gemeinschaftsarbeit). In einer zweitägigen Einführung schulte die RSGI die drei Schulleitungen sowie je eine Lehrkraft und fünf Schülerinnen und Schüler pro Schule, vor allem in Gartenbau und Kaninchenhaltung. Seitdem hat jede Schule einen „School Garden Club“. Einmal pro Woche kümmern sich die Clubs um den Garten – vom Säen bis zur Ernte. Angebaut werden mehr als zehn Gemüsesorten, darunter Karotten, Kohl, Zwiebeln, Rote Bete, Tomaten und Gurken, dazu Obstbäume und -stauden.
Die Kosten für die Einrichtung von rund 9.000 € hat unser Verein übernommen. Weitere 5.500 € kamen vom Komitee Bad Kreuznach, das die Gelder beim Afrikatag an Bad Kreuznacher Schulen gesammelt hat. Die Felder stellte die Kirchengemeinde (E.P.R. Kirinda) zur Verfügung.
Selbst eine viel zu lange Trockenzeit mit Wasserknappheit konnte das Engagement von Schulen und Bevölkerung nicht bremsen – mit großem Kraftaufwand wurde das Problem gelöst.